Beschreibung
:: Die Regeln
:: Änderung 2011
Beschreibung
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Es gibt einige widersprüchliche Aussagen und Beschreibungen über das Boßeln!
Aber eigentlich sind alle richtig, denn Boßeln ist ein übergeordneter Begriff. Vergleichbar
mit der deutschen Sprache, in der es viele Dialekte gibt, hat sich das Boßeln regional
anders entwickelt und wird entsprechend unterschiedlich gespielt.
Wir möchen hier nicht auf die unterschiedlichen Formen eingehen, sondern mehr über
unsere Variante berichten. Weitere Informationen über die anderen Spielformen sind
sicher in unserer Link-Sammlung zu finden.
In Norddeutschland wird neben dem Klootscheeten, dem Weide- oder Feldboßeln das Straßenboßeln
betrieben. Diese Variante haben wir größtenteils übernommen. Nur in Bayern
können wir nicht ganze Straßenzüge absperren und deswegen sind wir auf Forst- und Feldwege
ausgewichen. Ausserdem wurde das Sportgerät (die Boßelkugel) der Straße angepasst,
so wird heute fürs Straßenboßeln eine Kunststoff- oder Kummikugel genommen.
Wir greifen beim Winterboßeln weiterhin auf die ursprünglicheren Pockholzkugeln zurück.
Beim Sommerboßeln verwenden wir aber auch die moderneren, neonfarbenen Gummikugeln, denn die sind im Unterholz
besser wiederzufinden.
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Die Regeln
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Beim Boßeln spielen zwei Mannschaften (6 Werfer) gegen einander. Die Mannschaften
wurden von uns aus den gemeldeten Spielern zusammengestellt. Hierbei wird darauf geachtet,
dass die gegnerischen Mannschaften möglichst ausgewogen sind (Stärke, Alter usw.).
Bei uns gibt es keine feste Wurfbahn, sondern die Wettbewerbe finden auf Wegen und Pfaden
statt.
Jeder Werfer wirft von dort weiter, wo die Kugel des Vorwerfers seiner Mannschaft
zum liegen gekommen ist. Kommt eine Kugel vom Pfad bzw. vom Weg ab, darf sie im rechten
Winkel wieder auf diesen zurückgelegt werden.
Zum Abwurf darf die ganze Breite des Weges genutzt werden.
Hindernisse, wie z.B. Tore,
können geöffnet oder einfach überworfen werden. Wegecken und
scharfe Kurven dürfen abgekürzt (geschnitten) werden. Wird hierbei die Strecke nicht erreicht,
wird die Kugel auf dem kürzesten Weg zurück auf die Strecke gelegt.
Die Wurftechnik ist jedem Werfer überlassen.
Es wirft immer der Werfer der zurückliegenden Mannschaft zuerst.
Ziel ist es, die jeweilige Boßelstrecke mit möglichst wenigen Würfen zu überwinden.
Eine andere, von uns bis 2011 bevorzugte und seit dem zusäzliche genutzte Möglichkeit den Sieger zu ermitteln, ist ein Punktesystem.
In diesem Fall bekommt eine Mannschaft einen Punkt (Shöt), wenn sie mit einem kompletten
Wurf der gegnerischen Mannschaft voraus ist. Oder anders beschrieben, der Nachwerfer der
zurückliegenden Mannschaft, die Kugel des gegnerischen Werfers ebenfalls nicht erreicht.
Zum Beispiel: der 2. Werfer der Mannschaft B kommt nicht so weit wie der 2. Werfer der
Mannschaft A. Dann muß der 3. Werfer der Mannschft B (zurückliegend) nachwerfen. Übertrifft
der 3. Werfer der Mannschft B wieder nicht die Kugel des 2. Werfers der Mannschaft
A,liegt A mit einem kompletten Wurf vorne und erhält einen Punkt.
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Nach der Punktevergabe werden die Spieler wieder gleichgezogen, dass heisst, der nächste
Spieler der Mannschaft, die den Punkt erhalten hat, setzt aus, so dass beide Mannschaften
wieder mit der gleichen Startnummer beginnen. In unserem Beispiel setzt 3 von A aus und beide
Mannschaften gehen mit Nr. 4 wieder ins Rennen, wobei die Mannschaft, die den Punkt erhalten
hat, die andere Mannschaft anfangen lässt.
Am Ende gewinnt die Mannschaft, die ihrem Gegner die meisten Punkte abgerungen hat.
Bei diesem Punktesystem sollte jede Mannschaft im Vorfeld über die Starterreihenfolge
beraten. Eine Reihenfolgeänderung ist nur nach Absprache mit dem Gegner möglich.
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Änderung ab 2011
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Im Fall einer Punktevergabe ziehen wir die Mannschaften nicht mehr gleich sondern rollieren.
Das hat den Vorteil, dass keiner mehr Aussetzen muss und wir die Nummerierung der Spieler weglassen können.
Um zusäzlich den sportlichen Aspekt gerechter zu werden, werden wir in Zukunft zweigleisig fahren und
auf unseren Boßelveranstaltungen zwischen Freizeitboßlern und
Sportboßlern unterscheiden. Je nach Anmeldungen werden wir dann beide
Gruppentypen auf unterschiedliche Bahnen schicken.
Im Gegensatz zum Freizeitboßeln können sich zum Sportboßeln nur ganze Mannschaften
anmelden (6 Personen).
Einzelspieler können sich noch bis 30 Minuten vor dem Start zu einer Mannschaft zusammenfinden
und melden. Hierbei helfen wir natührlich gerne.
Sollten noch Einzelspieler übrig bleiben, können diese auf Wunsch einer Freizeitmannschaft
zugewiesen werden.
Die Zusammenstellung der Mannschaften, z.B. Frauenquote haben wir zur Zeit nicht
festgelegt. Um die Chancengleichheit zu wahren, werfen die Damen und Herren mit unterschiedlich grossen
Kugeln. Gegebenenfalls werden wir weitere Regeln aufstellen.
Aufschreibung:
Die Aufschreibung erfolgt in doppelter Ausführung.
1. Die Werfer jeder Mannschaft werden auf der Zählliste (Strichliste) in der
Reihenfolge, in der sie werfen sollen, aufgelistet.
Die Reihenfolge wird dann auf der gesamten Strecke beibehalten.
Jeder Wurf wird auf der Strichliste nach dem Werfer vermerkt. Durch diese Schreibweise ist zusätzlich
erkennbar, wer der nächste Werfer der Mannschaft ist.
Immer die zurückliegende Mannschaft wirft.
2. Zusätzlich werden alle Würfe auch auf die Shoetliste geschrieben.
Wenn mehr wie zwei Würfe nötig sind um die gegnerische Mannschaft zu
überwerfen, gibt es für die gegnerische Mannschaft einen Zusatzpunkt (Shöt), der
ebenfalls auf der Liste vermerkt wird.
Gewinner ist die Mannschaft, die die Strecke mit den wenigsten Würfen überwindet.(Aufschreibung 1)
Gibt es zwei Mannschaften mit gleicher Wurfzahl, gewinnt die Mannschaft mit den meisten Shöts.
(Aufschreibung 2)
Sind auch diese gleich wird von jeder Mannschaft ein Werfer für einen
Entscheidungsweitwurf bestimmt.
Die Mannschaft mit dem besten Werfer ist dann der Sieger.
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